Vergleich der Annahmen von Jung und Lumina Spark

Die linke Spalte zeigt die Annahmen von Jung, die seit einigen Jahrzehnten in Gebrauch sind. Die entsprechenden Aussagen des Fünf-Faktoren-Modells der Persönlichkeit (Big 5-Modells) und des Lumina Spark-Modells befinden sich in der rechten Spalte.

Annahme von Jung Lumina Spark / Big 5 Neueste empirische Untersuchung

Diese vier Faktoren sind bimodal, d.h. eine Person befindet sich immer an einem Ende der Polarität und ist demzufolge entweder introvertiert oder extravertiert (und kann nicht beides sein).

Diese fünf Faktoren sind nicht bimodal, sondern bilden stattdessen eine normale Verteilung ab, was bedeutet, dass eine Person introvertierte und extravertierte Qualitäten besitzen kann.

Jeder der vier Faktoren hat zwei Polaritäten. Das ergibt eine 4 x 4-Matrix mit 16 Persönlichkeitstypen.

Jeder der fünf Faktoren enthält untergeordnete Faktoren, die Lumina Learning als Qualitäten bezeichnet. Individuen können sich überall auf diesem Kontinuum bzw. dieser Skala befinden, was bedeutet, dass das Konzept der Typen, wie von Jung beschrieben, empirisch einfach nicht gerechtfertigt ist.

Von den vier Faktoren - Sensorik, Intuition, Denken und Fühlen - ist der dominierende nicht der am höchsten bewertete, sondern ein durch Berechnung ermittelter, wobei der Berechnung der Faktor Urteilen / Wahrnehmen zugrunde liegt.

Um die relative Stärke der fünf Faktoren zu bestimmen, ist keine Berechnung auf Grundlage der Werte des Faktors Urteilen / Wahrnehmen erforderlich.

Stattdessen wird ein einfacherer Ansatz dazu verwendet, den Grad der Präferenz einer Person für einen Faktor durch die Höhe ihres Wertes bei diesem Faktor zu bestimmen.